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Spiel- und Lernmaterial
Zuerst möchte ich etwas Grundlegendes
zur Wichtigkeit des kindlichen Spielverhaltens anmerken:
Das Spiel ist die ureigenste Ausdrucksform
des Kindes.
- Das Kind setzt sich von Anfang an im Spiel
mit seiner Umwelt auseinander.
- Das Spiel ist für das Kind ein Hilfsmittel
auf dem langen Weg in ein selbstständiges Leben.
- Im Spiel lernt das Kind den Umgang mit
Sachen, mit anderen Menschen und mit sich selbst.
- Somit trägt das Spiel zur Förderung
der kindlichen Entwicklung bei. Es schult die Motorik; der Phantasie
sind keine Grenzen gesetzt; soziale, emotionale und kognitive Fähigkeiten
werden gefördert.

Deshalb braucht das Kind Spielzeug,
mit dem es wirklich spielen kann.
- Das anregendste Spielzeug sind einfache
und natürliche Dinge, wie z.B. Sand und Wasser, Naturmaterialien,
Dosen und Schachteln, etc.
Oder Materialien zum freien Gestalten
und Konstruieren wie z.B. Farben, Malstifte, Scheren, Prickelnadeln,
Modelliermasse, einfache Baukästen, etc.
- Das Kind braucht Spielzeug, das neugierig
macht und sein Verständnis für die Umwelt fördert. Das
sind Dinge, die in jedem Haushalt vorhanden sind, wie Werkzeug, ausrangierte
Wecker, Radios, etc. zum Auseinandernehmen sowie Verpackungsmaterial.
Geeignetes Spielmaterial sind auch Konstruktions- und Experimentierkästen,
die vielfältig verwendbar sind; Lupen, Maßband und Zollstock,
Waage und Mikroskop.
- Das Kind braucht Spielzeug zur Erfüllung
seiner Zärtlichkeits- und Zuneigungswünsche, wie Stofftiere
und Schmusepuppen, ohne allzu viel Technik.
- Das Kind braucht Spielzeug, das seine Geschicklichkeit
anregt, vor allem seine Hände. „Spielmaterial“ kann
auch eine tägliche Mithilfe im Haushalt sein.
- Das Kind braucht Spielzeug, das seinen
Gemeinschaftssinn anregt, z.B. Kasperlepuppen, Gesellschaftsspiele oder
aber auch Bastelmaterial.
- Das Kind braucht gute Bücher, die
Freude an der Sprache und am Sprechen bringen.

Jedes Kind braucht Spielzeug, das
seinem Entwicklungsstand angemessen ist, deshalb gilt für alle beim
Einkauf von Spiel- und Lernmaterial:
Das angegebene Alter auf der Verpackung ist
ein Anhaltspunkt jedoch keine Verbindlichkeit.
- Der Kauf von Spiel- und Lernmaterialien
sollte immer an den Interessen und Bedürfnissen des Kindes orientiert
sein.
- Ein Kind mit Entwicklungsvorsprüngen
bevorzugt meistens z.B. lieber Sach- als Bilderbücher, auch Lexika
sind erwünscht.
- Es kann auch im Vorschulalter schon prima
mit Technikbaukästen umgehen – aber Vorsicht: es geht ihm
dabei nicht um das Spielen an sich, sondern es geht ihm oftmals nur
um den Auf- und Nachbau eines Modells und um das Verstehen, wie was
funktioniert.
- Strategiespiele, die logisches Denken verlangen,
werden von ihnen lieber genutzt als reine Glücksspiele.
- Ein Kind, das sich schon früh für
Buchstaben und Zahlen interessiert, sollte ein ebensolches Material
zur Verfügung gestellt bekommen.
Das Kind braucht aber kein eigenes „Spielzeuggeschäft“,
lieber weniger gutes, die Phantasie anregendes, als viel funktionales,
phantasieloses Material.
Es braucht vor allem kein gewaltverherrlichendes
Material!
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